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Refill-Stationen: Spartipp, gefunden in der BücherboXX

Interessant, welche Bücher man in der BoXX so findet. Ein blaues Buch fiel mir ins Auge: „Schluss. Mit. Plastik. Was du konkret tun kannst, um den Wahnsinn zu stoppen“. Ein Tipp darin betraf die „Refill-Stationen“, die es auch in Landau gibt und die mit einem blauen Aufkleber gekennzeichnet sind. Überall dort darf man seine Trinkflasche mit Leitungswasser kostenfrei auffüllen. Bisher kannte ich dieses Angebot nicht. Aber in Zukunft werde ich drauf achten, wo man diesen Aufkleber findet.

Und außerdem – das habe ich mir fest vorgenommen - nehme ich mir für unterwegs statt einer Plastikflasche lieber eine Mehrweg-Trinkflasche mit, die ich zuhause oder an Refill-Stationen mit Leitungswasser befüllen kann. Denn das schont die Umwelt, spart Geld und ist gesund.

Denn das deutsche Trinkwasser gehört zu den besten weltweit und unterliegt sogar strengeren Kontrollen als Mineralwasser. Mit durchschnittlich 0,2 Cent pro Liter kostet es auch nur einen Bruchteil dessen, was man im Supermarkt für Wasser bezahlt. Mineralwasser aus dem Supermarkt kostet nämlich im Durchschnitt etwa 200 Mal so viel, wie das Wasser, das aus unseren Leitungen kommt. Und es ist gesünder – denn Flaschen, die lange im Supermarkt stehen, können unter Umständen Stoffe wie BPA, Dioxin oder Mikroplastik abgeben.

Der Tipp mit den Refill-Stationen war nur einer unter vielen interessanten Artikeln aus dem Buch „Schluss. Mit. Plastik“ von Martin Dorey aus dem Heyne Verlag. Ich habe es wieder zurückgestellt in die BücherboXX. Damit das auch andere lesen können…

Tipps aus der BücherboXX – sofort umgesetzt

Eine schöne Mail, die ich da bekam, von der Landauer Gästeführerin Ursel Ullemeyer. „Die Idee mit der BücherboXX ist echt großartig.“ Sie hatte bei der Eröffnung der BücherboXX ein „Mützenbuch“ mitgenommen, sofort Stricknadeln und Wolle hervorgeholt und eine Mütze für ihr Enkelkind gestrickt. Offensichtlich gefällt sie auch der kleinen Frieda, die sie stolz präsentiert.

Das finde ich doch sehr erfreulich, wenn ein Buch, das nicht mehr gebraucht wird, eine neue Liebhaberin findet, die einen Tipp auch sofort umsetzt.

Das erste Event für Kinder an der BücherboXX - Lesung auf Französisch

Der grüne Regiestuhl stand bereit, Valérie Nüssle-Norhoff von der deutsch-französischen Gesellschaft packte mehrere Kinderbücher aus, große Pappschilder, Plüschfiguren und die französische Fahne. Was passiert hier? Neugierig kamen Kinder mit ihren Müttern herbei, bauten sich aus großen Lego-Steinen kleine Stühle, verfolgten fasziniert die Bilder aus dem Buch, sprachen die französischen Worte dazu nach, sangen einen Canon und hatten sichtlich Spaß an dem unerwarteten Geschehen auf dem Spielplatz. Die Erwachsenen auch.

Vielen Dank an Valérie Nüssle-Norhoff für ihre Bereitschaft, diese Lesung zu organisieren.

Einweihung der BücherboXX - Teil 1

Gesprächsrunde unter Leitung des ehemaligen Landauer Oberbürgermeisters Hans-Dieter Schlimmer...

„Eine tolle Idee“, das hörte Monika Wehn sehr oft bei der Eröffnung. Und die war auch ein voller Erfolg. Bei strahlendem Sonnenschein waren viele Besucher gekommen, die Bücher brachten, Bücher tauschten, mit bisher Fremden ins Gespräch kamen, lachten, neue Kontakte knüpften. Genau das ist ja das Ziel, und genau dafür lohnt sich all die Arbeit. Denn viele Stunden und viele Gespräche waren notwendig, um eine alte Telefonzelle zu finden, außen zu restaurieren, innen auszubauen, sie optisch aufzubereiten, zu transportieren und sie schließlich im Südpark aufzustellen.

Die Gesprächsrunde, gekonnt moderiert vom früheren OB Hans-Dieter Schlimmer, gab einen kleinen Blick auf den zeitaufwändigen Entstehungsprozess. Beteiligt waren Bürgermeister Ingenthron, die Initiatorin Monika Wehn, Herr Fröde und Herr Frey, die beiden Lehrer der BBS Landau, die die BoXX aufgearbeitet hatten. „Diese BücherboXX ist ein gelungenes Beispiel für die Zusammenarbeit von engagierten Bürgern, der Stadt und der Schule“, so das Fazit.

Zwei Jahre dauerte es von der Idee bis zur Realisierung. Wie Monika Wehn mit einem Lächeln sagte: „Wenn ich gewusst hätte, welchen Aufwand es bedeutet, hätte ich wahrscheinlich die Finger davon gelassen, aber jetzt bin ich doch sehr froh, dass die BoXX steht.“

Denn viele Hürden waren zu nehmen: Erst mal eine geeignete Telefonzelle finden, die Baugenehmigung einholen, den Standort mit dem Grünamt abstimmen, die Verkehrssicherheit prüfen, Sponsoren finden, die die Finanzierung übernahmen.

Die BBS Landau musste prüfen, ob sie genug Kapazitäten hatte für den zeitaufwändigen Aus- und Aufbau der ramponierten Zelle. Das war nur deshalb machbar, weil die beiden Lehrer auch abends, samstags und in den Ferien daran arbeiteten.

Die Gartenbaufirma Michael Lied erklärte sich bereit, das Fundament zu erstellen. Till Heim sprühte das Graffiti auf die Rückwand, das das heitere Leben im Park darstellt und zum Lesen animieren will. Und dann musste noch der Transport von der Schule zum Südpark organisiert werden, den das THW übernahm und mit einem Kran die BoXX auf dem Fundament aufstellte.

Und natürlich war es Monika und Diethard Wehn auch wichtig, die Eröffnung gebührend zu feiern und zu planen, und bereits bei der Eröffnung schon einige Lese-Events im Terminkalender zu haben. Denn die BoXX soll ja nicht nur einfach im Park stehen, sondern eine kleine Bühne bieten für Lesungen für Kinder und Erwachsene, für Literaturspaziergänge, Poetry Slams, und was sich sonst noch so an kreativen Event-Ideen ergeben wird...

Einweihung der BücherboXX - Teil 2

Schließlich war es so weit: Monika Wehn und Dr. Ingenthron zerschnitten das "rote Band", mit dem die Box noch verschlossen war. Monika Wehn las aus dem Buch von Stephanie Quitterer "Hausbesuche: Wie ich mit 200 Kuchen meine Nachbarschaft eroberte", die in vielen Episoden von ihren Erfahrungen berichtet. Mit selbstgebackenen Kuchen klingelte sie an Türen ihrer (noch) unbekannten Nachbarn, um sich vorzustellen und diese kennenzulernen.

Das Buch wurde dann auch als erstes in der BücherboXX eingestellt. So ist das Projekt ja auch mit der Absicht und der Hoffnung verbunden, dass rund um die BoXX ein lebendiger Treffpunkt im Quartier, der Nachbarschaft und anderen Interessierten entsteht. Dazu sollen auch die kleinen Veranstaltungen dienen, die für diesen Platz geplant sind. (Melden Sie sich doch für unseren Newsletter an, wenn Sie über Termine informiert werden wollen.)

Natürlich lagen schon mehr Bücher in Bereitschaft, um einen Platz in der BücherboXX zu finden - z.B. aus Bücherspenden von Nachbarn und anderen, die das Projekt unterstützen wollen. Auch eine Reihe von Kinderbüchern hat ihren Platz gefunden - wichtig, steht die BoXX doch direkt am Spielplatz und ist selbstverständlich auch für diejenigen da, die noch nicht selber lesen können.

Inzwischen ist die BücherboXX schon recht gut bestückt - Vorbeikommen lohnt sich also!